Gartentagebuch Februar 2020 und Rückblick

Das erste komplette Gartenjahr ist Geschichte – und für uns insgesamt extrem lehrreich zu Ende gegangen. Was wir uns für dieses Jahr alles vorgenommen haben, was aus dem Letzten noch liegengeblieben ist und natürlich was wir alles Geschafft haben erfahrt ihr jetzt.

Lang ist’s her, seit dem letzten Gartentagebuch. Zeit, vor allem, war das Problem. Beruflich hat sich im letzten Jahr bei uns einiges verändert und natürlich fordert auch der Garten einiges an Arbeit ein um nicht wie ein wilder Dschungel dazustehen. Mittlerweile ist es (vor allem beruflich) wieder etwas ruhiger geworden und wir finden wieder Zeit zum Schreiben, Planen und Revue passieren lassen.Was also haben wir im letzten Jahr geschafft? Was haben wir im Garten verändert. Sah er doch bei Übernahme relativ trostlos aus und war alles andere als fruchtbar – der Boden in der Kleingartenanlage ist extrem ausgelaugt.

Das Gewächshaus steht! Das Problem bei diesen Dingern ist ja, dass es sie entweder in (vermeintlich) günstig, oder sauteuer gibt. Wir haben uns dann für die günstige Variante entschieden, zumal im Kleingarten ja auch kein Gewächshaus beliebiger Größe erlaubt ist. Solltet ihr euch für so ein Ding entscheiden, haben wir für euch vor allem eine Empfehlung: nehmt euch Zeit und lasst euch nicht aus der Ruhe (und Fassung) bringen.

Die Anleitungen solcher Häuser sind die Hölle, schlecht kopierte, kleine Seiten auf denen man kaum etwas erkennt. Die Qualität der Stangen und Platten ist nicht die beste (freundlich ausgedrückt). Der Stahlfundamentrahmen ist ein Witz! Kaum gerade zusammen zu bringen, besitzt er Erdanker die kaum als solche bezeichnet werden dürften, hier haben wir gebastelt. Außerdem gibt es keine Möglichkeit das Gewächshaus selber am Fundament zu befestigen. Und das obwohl wir beides zusammen gekauft haben. Also als Set von einem Hersteller Quasi. Auch hier haben wir gebastelt und das Gewächshaus mit Hohlnieten am Fundament vernietet. Schlussendlich sitzen die Platten sehr, sehr locker im Rahmen – was dazu führt, dass sich die Fenster ab einem gewissen Wind verabschieden. Wir haben also jedes Fenster (Doppelstegplatten) zusätzlich mit UV-beständigem Silikon am Haus befestigt.

Der Aufbau hat uns zwei Tage und beinahe eine Eheberatung gekostet. Jetzt steht es – und das gar nicht mal schlecht. Ist es einmal aufgebaut und alle Macken ausgebessert, verrichtet es tatsächlich tadellos seinen Dienst. Es ist also kaufbar – eine Empfehlung gibt es aber nicht dafür. Wir haben uns dazu entschieden, dass sollte es irgendwann einmal zu kaputt sein, bauen wir selber ein Gewächshaus. Aus Holz und Glas. Wie früher!

Trotz nervigem Aufbau: wenn es steht, ist es gar nicht mal so übel.

Neben dem Gewächshaus haben sich noch einige andere Dinge im Garten verändert. Der “große Acker” ist einzelnen, umrandeten Beeten gewichen, die wir mit gutem Mutterboden gefüllt haben. Der Boden hier ist so schlecht, das einfach kaum etwas wachsen will wenn man ihn nicht ordentlich aufbereitet. Außerdem haben viele neue Beerensträucher eine neue Heimat gefunden und jetzt gerade im Moment entstehen zwei neue Beete direkt vor dem Gewächshaus. Im März geht es endlich mit dem Imkerkurs los, der bis Oktober gehen wird. Das wird auf jeden Fall unser Highlight dieses Jahr!

Wir freuen uns auf ein neues, arbeitsreiches Gartenjahr. Heute hoffen wir erst einmal, dass Sturm “Sabine” nicht allzu große Verwüstungen anrichtet. Etwas Sorge bereitet uns tatsächlich das Gewächshaus. Mal sehen ob wir morgen früh die Scheiben in Nachbars Gärten einsammeln dürfen, wir werden sehen.

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