Chilis und Paprika verarbeiten: Brennpaste

Wenn zu viele Chilis übrig sind und man nicht alle trocknen möchte, oder wenn die Paprika ein kleines bisschen schärfer wurden als erwartet, habt ihr eine hervorragende Ausgangsbasis für unser Geheimrezept: Brennpaste! Ganz einfach und super schnell verarbeitet und in Nullkommanix eingekocht, ist sie das perfekte Rezept für alle Schärfeliebhaber.

Letztes Jahr haben wir von einem Freund Chilisamen geschenkt bekommen. Obwohl wir kaum scharf essen, hatten wir trotzdem Lust dazu. Chilis haben ja auch irgendwie einen Reiz. Es gibt so viele verschiedene Formen, alle sehen toll aus, manche mehr, manche weniger scharf. Also machten wir uns an Aussaat und Anzucht. Tatsächlich haben wir dann auch je zwei Pflänzchen von insgesamt vier verschiedenen Sorten vorziehen und ins Gewächshaus setzen können. Das Gewächshaus war allerdings der Fehler! Augenscheinlich können sich Chilis in normale Paprika einkreuzen, ähnlich wie Zucchini und Kürbis. Schlussendlich sind nicht nur die Chilis, sondern auch sämtliche Paprika aus dem Gewächshaus sauscharf geworden. Ins unserer Not, all die Schärfe irgendwie zu verarbeiten, sind wir auf folgendes Rezept gekommen. Irgendwie eine Mischung aus Ajvar und Sambal Oelec, nur (fast) komplett aus dem eigenen Garten. Viel Spaß!

Wir geben hier jetzt extra keine absoluten Mengen an. Nehmt einfach das was da ist und lasst euch überraschen wie das Ergebnis wird, haben wir auch gemacht. Wir geben nur sehr grobe Mengenangaben damit man eine ungefähre Vorstellung hat. Angaben in Gramm oder Kilogramm sind sowieso relativ unsinnig wenn es um das verarbeiten der Sachen aus dem Garten geht. Man nimmt einfach das, was geerntet wurde! Variiert dieses Rezept nach belieben. Habt ihr mehr oder weniger Paprika, mögt es lieber schärfer und nehmt nicht ganz so viel Zucchini, oder einfach viel mehr Chili: Ihr habt die Wahl und probiert es aus!

Dann geht es los:

Wir empfehlen ganz dringend Handschuhe beim verarbeiten der Chili und der scharfen Paprika zu tragen. Das erspart euch so manche Träne!

Schält die Zucchini, entkernt die Paprika und würfelt beides. Knoblauch und Chili grob hacken. Ob ihr die Kerne der Chili oder die Plazenta mitnehmt oder lieber abschneidet ist dann auch Geschmacksfrage.

Dann gebt alle Zutaten mit dem Olivenöl und dem Essig in einen Topf und lasst sie 10 Minuten köcheln.

Püriert dann das ganze entweder im Mixer oder mit einem Zauberstab.

Füllt die Masse in eine Auflaufform, würzt sie mit Salz und Pfeffer nach Geschmack und rührt alles noch einmal um.

Schmeißt den Backofen an und lasst die Brennpaste für 35-40 Minuten bei 180°C im Backofen (nicht vorgeheizt, aus Prinzip). Ab und an umrühren.

Jetzt die Masse in heiße Gläser füllen und für 60 Minuten bei 100°C Einkochen.

Tadaa: Eure eigene Brennpaste ist fertig. Brennt nicht nur einmal!

Rezept: Zucchinisalsa zum Einkochen

Zucchinipflanzen werfen, wenn es ihnen einigermaßen gut geht, jede Menge Früchte ab. In unserem Fall so viel, dass wir nicht mehr wussten wohin mit ihnen. Wenn es euch dann zusätzlich noch geht wie uns und ihr gerne mal die eine oder andere Zucchini an der Pflanze vergesst und sie einfach viel zu groß (und vermeintlich nicht mehr verarbeitbar) ist, haben wir hier das ideale Rezept für euch, um eine große Menge Zucchinis zu verarbeiten und haltbar zu machen.

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